Thomas Hausmanninger

LeTom ist Thomas Hausmanninger (*1958). Er veröffentlichte seinen ersten Comic im Jugendalter in den frühen Nummern der Comic-Fachzeitschrift „Comixene“. Seine Zeichnungen waren außerdem in verschiedenen Minipublikationen der Comicszene der 1970er zu finden, in einer Zeit, als sich die Afficionados noch ohne Internet mit privat verschickten, kopierten oder im Schülerzeitungsdruck hergestellten Newslettern, Versandlisten und Fanzines vernetzten.
Sein weiterer Lebensweg führte ihn dann jedoch in die Wissenschaft, wo er zuletzt als Professor an der Universität Augsburg tätig war. 2008 begann Thomas Hausmanninger dann wieder selbst Comics und Cartoons zu zeichnen. Von 2010 bis 2012 war er regelmäßig in der nun von Martin Jurgeit geführten „Comixene“ zu finden (Nr. 106-115), diesmal mit der humoristischen Serie „Dr. Tom“. Die im francobelgischen Stil angelegten Geschichten drehen sich zumeist um Comics, und andere populäre Medien; mitunter bieten sie auch einen recht intellektuellen Metatext, in denen sich die Figur mit dem Zeichner oder medienwissenschaftlichen und philosophischen Themen auseinandersetzt. Nach der Einstellung der „Comixene“ von Jurgeit fand sich „Dr. Tom“ sporadisch in dessen „Comix“ (4/2013, 7/2013, 12/2013 und 45/2014). 2012 hatte „Dr. Tom“ zudem einen Auftritt in einer Sondernummer von „Jazam“ („Der Sinn des Lebens“). Gegenwärtig findet sich „Dr. Tom“ gedruckt nur noch einmal jährlich in „Monte info“, der Mitgliederzeitschrift des Münchener Montessori-Vereins, wo er jedoch immerhin schon seit 2009 gastiert.
Auf dem Münchener Comicfest gab 2011 es ein Original von „Dr. Tom“ im Rahmen der Ausstellung zu „Perry – unser Mann im All“ zu sehen. 2012 war „Dr. Tom“ Teil der Ausstellung „Mecki und Kollegen. Von deutscher (Un)Gemythlichkeit“ des Kunstvereins Weiden.
Seit 2010 ist Thomas Hausmanninger Mitglied bei Comicaze. Den Kontakt hatte seinerzeit der allzu früh verstorbene Zeichner und Autor Robert Platzgummer („Mingamanga“) hergestellt. Dr. Tom findet sich daher auch in einigen Heften des „Comicaze kostenlos“ (Nr. 27, 28, 37).